Warum ich Freigeist bleibe

„Kleine Philosophie der Dauer und Vergänglichkeit“

Autor: Joachim Schaare

In einer Zeit des Niedergangs ist die Kraft der Selbsterneuerung durch eine Basisorientierung in Philosophie, Geschichte, Aufklärung und Leben unabdingbar. Es gilt, den Gehirnwäschen durch Antivernunftdrogen, durch Irrationalismus, Eskapismus und Weltverleumdung, den Vertröstungen auf eine bessere Welt, durch Verweigerung der Lebens- und Leistungsfreude wirksam mit einem skeptischen Realismus zu begegnen und dem Ausweichen vor den wirklichen Problemen dieser Welt zu widerstehen. Es gilt, die Welt der Kultur und der Tradition neu zu entdecken und dem Vergänglichen zu entreißen. Das geschieht in den über 50 Essays durch eine preußisch orientierte deutsche Existenzphilosophie, einen entsprechenden Stoizismus und Epikurismus als Charakterbildung und als Erziehung zur Selbsterziehung. Unser Volk braucht sich nicht vor seiner langen Geschichte und seinen geistig-kulturellen Leistungen zu schämen. Ganz im Gegenteil! Inmitten allen Wandels findet es seinen Halt in zeitüberdauernden Philosophien und entsprechenden Traditionen, die den Überlebens-, Kultur- und Bildungswillen stärken um für künftige Generationen, also für unsere Kinder und Kindeskinder, ein lebenswertes Leben zu ermöglichen. Das geschieht durch die Besinnung auf die geistigen Grundlagen.

Es geht also um Realitätsanalyse und um Überlebenskünste, nicht nur des einzelnen, sondern des ganzen Volkes. Das setzt sowohl Engagement als auch Einsamfähigkeit voraus. Denn nur in der Stille, die zu einer raren Angelegenheit in einer lärmigen, ideologisch verkommenen Welt geworden ist, wachsen die Gedanken, die Änderung bewirken können und der permanenten Außensteuerung entgegenstehen. Diese permanente Außensteuerung ist es ja, die den Menschen unfähig machen, zu sich selbst – frei von Gehirnwäschemethoden der Indoktrinierer – zu gelangen. „Ohne Einkehr kann kein weisheitliches Leben gelingen“. Wer in die Tiefe geht, kann wirksam an Veränderungen arbeiten. Wie Dauenhauer sagt;“weniger als ein Prozent der uns aufgedrängten Nachrichten“ befriedigen unser Informationsbedürfnis, alles andere ist zeitfressende Durchlaufware, die unser Gehirn abstumpft und seine Merkbereitschaft für Wichtiges nur scwächt. Wo immer möglich entzieht sich der Sophos (der nach Weisheit und Veränderung Strebende) dem Dauergelaber. Er meidet Talkshows und endlose Podiumsdiskussionen, die mehr der ablenkenden Unterhaltung als der thematisierten Sache dienen. Denn Einsamkeit ist nichts Weltabgeschiedenens, sondern der Welt dienende Zugewandtheit und bildet die Voraussetzung für „kreatives Schaffen. Den Anschein des Diskussionsverderbers, Unwissenden, Unzeitgemäßen oder Überheblichen nimmt er auf sich- er ist der soziale Preis für gelebte Phronesis (Weisheitsstreben). Wenn er es für richtig hält, bleibt er mitten im Wortgewühl – einsam für sich allein. Er weiß, das die Regierenden die für das Volk schädlichen Maßnahmen und Maßregeln als Fortschritt verkaufen, als alternativlos. So gilt es ein neues Verhältnis zur poilitischen und weltanschaulichen, ideologischen Lüge zu gewinnen.

Quelle: Warum ich Freigeist bleibe

akonrad

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