OTPOR (Canvas) – Die Spezialisten für farbige Revolutionen

Sie glauben das Revolutionen zufällig enstehen ? Da muss ich Sie leider entäuschen.

Revolutionen sind das Ergebnis einer guten Marketingstrategie und einer großzügigen Finanzierung.

Die jüngsten Revolutionen, welche die Regierungen in Nordafrika und den Nahen Osten zu Fall brachten, sind nicht spontan entstanden; sie waren geplant und gut organisiert – unter amerikanischer Führung. Die Hintermänner der USA nutzen das Konzept der farbigen Revolutionen um einen Regimewechsel ohne direkten Angriff herbeiführen zu können und diesen als natürliche, positive und „demokratisch-freiheitliche“ Entwicklung aussehen zu lassen, um die Weltöffentlichkeit zu täuschen. Die Umstürze sind bis ins kleinste Detail geplant, gut organisiert und finanziert und basieren auf reichhaltigen Erfahrungen, die man über Jahrzehnte (vermutlich sogar Jahrhunderte) gesammelt hat.

Die Revolutionen im nordafrikanischen Raum und nahen Osten sind nicht plötzlich durch das Aufbegehren des Volkes entstanden, sondern waren penibel geplant und inszeniert. Eine serbische Organisation namens „Otpor“, mittlerweile „Canvas“ steht bei Revolutionen mit Erfahrung und Schulung, also mit Rat und Tat aktiv zur Seite. Auch beim „arabischen Frühling“!

Otpor!, auf deutsch Widerstand (ОТПОР!), ist eine serbische Organisation, zwischendurch auch politische Partei gewesen, die in den 90er Jahren von Srđa Popović gegründet wurde und die „sanfte Revolution“ gegen das Regime Slobodan Milošević initiierten und dadurch die Regierung im Oktober 2000 zum Rücktritt zwangen.

Heute steht das Logo Otpors!, die geballte Faust, für erfolgreiche Revolutionen, die anscheinend vom Volk ausgingen, aber doch penibel geplant wurden. Erfolgreiche Revolutionen mit Hilfe von Otpor! wurden in der Ukraine, Georgien und Weissrussland durchgeführt. Dadurch wuchs der Bekanntheitsgrad und auch die „Revolutionstätigkeit“ der Serben. In Tunesien, Ägypten, Libyen, Bahrein und Syrien fanden sie Engagements und konnten bisher bereits zwei erfolgreich abschliessen.

Die Arbeit und Schulung von Otpor! bei Revolutionen und Umstürzen sind auf einen relativ genauen Plan, nach dem alles abläuft aufgebaut:

Zuerst kommt es zur Gründung von Widerstandsorganisationen, die medial spektakuläre Aktionen durchführen, von denen hauptsächlich ausländische Medien berichten.

Gleichzeiting kommt es zur Schaffung von Symbolen mit hohem Wiedererkennungswert. Teilweise wird das abgewandelte Otpro!-Logo verwendet, in Georgien kam die Rose und in der Ukraine die Farbe Orange als Merkmal und Symbol der Aufstände. Von den Aktivisten werden Schulungen über die „Dramaturgie der Strasse“ besucht.

Weiters wird die Infragestellung eines fairen Wahlkampfes oder die scheibare nichtexistenz der Opposition unterstellt und in westlichen Medien aufgearbeitet. Diese Forderung ist danach die Grundlage eines „sanften Volksaufstandes“.

Erst danach beginnen die Proteste auf der Strasse, wobei grosses Augenmerk auf friedlich organisierten Demonstrationen gelegt wird. Nach Möglichkeit versucht man bereits im Vorfeld sich Sympathien von Polizei und Militär zu sichern, deren Parteinahme ein wichtiger Faktor für jeden Volksaufstand ist.

Die Taktik besteht darin, dass die Menschen sich hinter einer politischen Idee versammeln, nicht hinter einem Führer. Die Aktivisten müssen von einem friedlichen Machtwechsel überzeugt sein. Die Bewegung muss von Studenten getragen werden, weil diese über Facebook, Twitter und andere Foren bestens vernetzt sind.

Im günstigsten Fall führt eine Otpor -Revolution zum Sturz des Diktators oder der Regierung, im ungünstigsten Fall zu einem Bürgerkrieg oder einem Krieg zwischen Regierung und Opposition.

Das Regime lächerlich machen, kreativ sein und Ausdauer beweisen: Die serbische Demokratie-Aktivistengruppe Otpor schult weltweit Oppositionelle – auch in Ägypten, Tunesien und Iran.

Soweit, so gut, für den Geschmack der Europäer und Amerikaner mit ihrem illusionenhaften Demokratieverständnis eine gute Sache, wenn Diktatoren und autoritäre Regierungen gestürzt werden. Doch eben dies wirft Fragen auf:

Wer finanziert Otpor!? Otpor! selbst beantwortet diese Frage diese frage zunächst mit: „Wir werden von einem reichen Serben unterstützt!“ Das kann durchaus sein, doch in erster Linie stehen amerikanische und europäische Finanziers hinter Otpor!. Offiziell sind das;

 

  • NED (National Endowment for Democracy)
  • NDI (National Democratic Institute),
  • IRI (Republican Institute), das Freedom House
  • Soros Open Society Institute International Renaissance Foundation
  • CPD (Committee on the Present Danger)
  • CIA (Central Intelligence Agency).

 

Wobei Soros Open Society das meiste Geld zur Verfügung stellt. Vermutet wird auch, dass von europäischen Staaten Geld zur Finanzierung fliesst.

Denn eben jene Länder, in denen Otpor! aktiv ist, liegen im Interesse des Westens. So wurde Russland mit Revolutionen in Nachbarstaaten geradezu eingekreist. Auch in Nordafrika und im Nahen Osten sind besondere Interessen der Amerikaner wie auch der Europäer nicht von der Hand zu weisen!

Doch was kommt nach einer Revolution?

Wie man jetzt anhand von Tunesien und Ägypten sehen konnte, wurden durch die Revolution nicht nur die Regierung samt Diktator zum Rücktritt gezwungen, es wurden auch bestehende Strukturen und Wirtschaftszweige geschädigt bzw. lahmgelegt. Eine politisch funktionierende Opposition gab es kaum, entsprechend auch danach keine funktionierende politische Infrastruktur. Es muss alles mehr oder weniger neu aufgebaut werden. Ebenfalls ein Manko sind auch die fehlenden internationalen, diplomatischen Verbindungen. Sicher, jene Staaten die schon im Vorfeld die Revolution unterstützt haben, biedern sich als „Freunde“ an, vergeben grosszügig Kredite und haben dadurch das Land im Griff. Problematisch sind auch die extremistischen Kräfte, die durch eine Revolution nach oben kommen können, seien es das Militär oder fundamentalistische Organisationen. Der einzige Vorteil ist die Illusion einer vorübergehenden Demokratie, einer womöglich falsch verstanden Freiheit … jene Freiheit, die von den „Freunden“ mit Sicherheit ausgenutzt wird. Eine Praxis, wie man sie von dem „Freund“ USA kennt. Es wäre nicht die erste Revolution, die von ihnen angezettelt oder unterstützt wurde, danach das Land mit Krediten gefesselt wurde. Freiheit ist spätestens dann wirklich Illusion!

Der amerikanische Autor William Engdahl schreibt seit 30 Jahren über Washingtons geheime Geopolitik und verfügt über ausgezeichnete Kontakte bis hinein in die US-Geheimdienste. Er ist sich sicher, Gruppierungen wie CANVAS (vormals OTPOR) führen lediglich Pläne aus um Regime zu stürzen. Die Staaten auf die sie es abgesehen haben, sind genau die Staaten die auf einer geheimen Pentagon-Liste für Destabilisierung und Regimewandel stehen, so Engdahl.

„OTPOR (CANVAS)“ Die Umsturz GmbH

Das Regime lächerlich machen, kreativ sein und Ausdauer beweisen: Die serbische Demokratie-Aktivistengruppe Otpor (Canvas) schult weltweit Oppositionelle – auch in Ägypten, Tunesien und Iran. Aus Otpor ist das Belgrader Zentrum für gewaltlose Aktionen hervorgegangen, eine Art Umsturz GmbH. Wer gegen Diktatoren und Populisten im eigenen Land protestieren will, der holt sich Ratschläge von Leuten wie Srdja Popovic, einem der führenden Köpfe des Zentrums. „Es stimmt, dass wir in den vergangenen Jahren Aktivisten aus Ägypten, Tunesien und Iran getroffen haben“, sagt Popovic.

Die meisten Jugendbewegungen aus dem Nahen Osten und Nordafrika haben die Taktik von Otpor übernommen. Diese besteht darin, dass die Menschen sich hinter einer politischen Idee versammeln, nicht hinter einem Führer. Die Aktivisten müssen von einem friedlichen Machtwechsel überzeugt sein. Die Bewegung muss von Studenten getragen werden, weil diese über Facebook und andere Foren bestens vernetzt sind.

Der CANVAS Waschgang

Die Demonstranten sollten einen langen Atem haben und jeden Tag neue Aktionen lancieren, die das Regime auch lächerlich machen. Als vor der Wende in Serbin im Oktober 2000 Staatsmedien die Otpor-Aktivisten als Terroristen und Landesverräter bezeichneten, versammelten sich mehrere tausend Jugendliche vor Polizeistationen, um sich bedingungslos zu ergeben. Man verspottete Milosevic auch mit einem Waschmittel-Werbespot, in dem sein Konterfei als hartnäckiger Fleck auf einem T-Shirt dargestellt wurde. Erst nach einem Canvas Waschgang wurde der Stoff sauber. Die Erfahrungen im Kampf gegen Milosevic teilen die ehemaligen Otpor-Gründer mit vielen Organisationen weltweit. Dazu beigetragen habe auch der Film „Bringing Down a Dictator“ des US-Regisseurs Steve York über die serbische Revolution, erklärt Popovic. Der Streifen wird von Kuba über Libyen bis Birma vertrieben – meistens illegal.

akonrad

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