Jugoslawien Krieg – Und die Lüge von der Humanitären Katastrophe

Wer den Krieg in Jugoslawien angezettelt hat, wissen wir ja schon aus den Enthüllungen des ex CIA Agenten Robert Bear. In diesem Artikel geht es um die „Lüge von der Humanitären Katastrophe“, die uns von deutschen Politikern aufgetischt wurde um eine Legitimation für den Kriegseinsatz zu rechtfertigen.

Der damals leitende OSZE Offizier, der deutsche General Heinz Loquai sagt darin (6:48), dass der Militärseinsatz der NATO auf Lug und Trug aufbaute, dass es vor den NATO-Bomben keinerlei humanitäre Katastrophe gab. Im ganzen Kosovo starben im März 99 laut OSZE 39 Menschen, danach aber Tausende, meist Zivilisten durch die NATO-Bomben. Die OSZE US-Diplomatin Norma Brown bestätigt dies. Die NATO kannte die OSZE Berichte, dass es im Kosovo vor der NATO-Intervention weitgehend friedlich war. Es gab nur serbische Militärschläge gegen die UCK-Terroristen, militärische Kämpfe ohne grosse, zivile Verluste oder Schäden.

Die NATO wollte Krieg gegen Serbien führen

Mit den ersten Bomben sank die Zustimmung in den Völkern der Kriegsländern. Also erfand die NATO im Kampf um die öffentliche Meinung eine Greul, die es niemals gab. Scharping und Fischer lügten uns an, zB über ein KZ der Serben im Stadion von Pristina. Fischer war sich nicht zu erbärmlich, mit „Nie wieder Ausschwitz“ verlogene Stimmung zu machen.

Scharping zeigte in einer Presskonferenz Fotos von angeblichen Serbischen Massakern an 2 Dutzend Zivilisten (20:00), von denen er aber wusste, dass es sich um im Gefecht getötete, bewaffnete Terroristen der UCK handelte.

Heute, nachdem klar ist, dass es keine Greul gab, keinen einzigen Toten im Stadion von Pristina, sagen sie uns, es gab Zeugenaussagen (!). General Heinz Loquai erwidert, man muss sich schämen für die Kriegslügen der Deutschen Politiker.

Diese Kriegsverbrecher der SPD und der Grünen versuchen es heute wieder !

Gerhard Schröder (24. März 1999): „Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, heute Abend hat die Nato mit Luftschlägen gegen militärische Ziele in Jugoslawien begonnen. Damit will das Bündnis weitere schwere und systematische Verletzungen der Menschenrechte unterbinden und eine humanitäre Katastrophe im Kosovo verhindern. Der jugoslawische Präsident Milosevic führt dort einen erbarmungslosen Krieg. Wir führen keinen Krieg, aber wir sind aufgerufen eine friedliche Lösung im Kosovo auch mit militärischen Mitteln durchzusetzen.“

Drohte eine „humanitäre Katastrophe“?

Die Nato sagt, sie habe die Bomben geworfen, um das Leben der Kosovo-Albaner zu schützen – vor den Serben. Doch als die ersten Bomben einschlugen, waren es diese Bilder, die man sah. Man sah Serben, die voller Angst in ihre Keller und in die wenigen Bunker der Stadt flohen.  

Originalton im serbischen Radio:„Eine große Gruppe feindlicher Flugzeuge nähert sich Belgrad. Wir bitten alle Bürger ihre Lichter auszumachen. Nachdem Sie die Räume verdunkelt haben, appellieren wir an Sie, den Strom abzuschalten. Achtung, eine große Gruppe feindlicher Flugzeuge in Richtung Belgrad. Bürger, bleibt in euren Schutzräumen und wartet auf die Empfehlungen aus dem Informationszentrum. Ende der Durchsage.“Man sah serbische Kinder voller Furcht, ihr Leben könne enden, noch bevor es richtig begonnen hatte. Bilder des jugoslawischen Fernshens zwar, aber sie waren zu „echt“, um als serbische Propaganda durch zu gehen. Angst vor Krieg ist unteilbar – wie die Menschenrechte, um deret Willen er geführt wurde. Entscheidend aber ist das Bild, das der Krieg bietet. Welche Macht den Bildern zukommt, wusste der oberste ­Nato-Sprecher damals sofort.

Man sah serbische Kinder voller Furcht, ihr Leben könne enden, noch bevor es richtig begonnen hatte. Bilder des jugoslawischen Fernshens zwar, aber sie waren zu „echt“, um als serbische Propaganda durch zu gehen. Angst vor Krieg ist unteilbar – wie die Menschenrechte, um deret Willen er geführt wurde. Entscheidend aber ist das Bild, das der Krieg bietet. Welche Macht den Bildern zukommt, wusste der oberste ­Nato-Sprecher damals sofort.

Jamie Shea, Nato-Sprecher: „Das Wichtigste ist, dass der Feind nicht das Monopol auf die Bilder haben darf, denn das rückt die Taktik der Nato in das Licht der Öffentlichkeit und nicht die bewusste Brutalität von Milosevic: Etwa, ob wir eine perfekte Organisation sind, oder ob wir einen perfekten Luftkrieg führen und so weiter. Viele Journalisten sagten: Milosevic hat die Bilder – und Jamie Shea hat nur Worte. Wem sollen wir glauben? Den Bildern oder den Worten? Beim nächsten Mal, wenn die ARD, CNN oder die BBC ein Bild von einem zerschossenen Flüchtlingstreck zeigen, dann will ich sagen können: Ja, das stimmt. Ich entschuldige mich, ich kann das erklären. Aber sehen Sie hier: Ein Massengrab, Leute, die absichtlich umgebracht und in dieses Grab geworfen wurden! Auf welscher Seite stehen Sie also?“

Aber Bilder von Massengräbern zum Beispiel standen der Nato nicht zur Verfügung. Nur die von fliehenden Kosovo-Albanern. Ihre Gesichter zeigen – wie die der Serben im Bunker – Angst, Schmerz, Todesfurcht. Doch was sagen diese Bilder? Helfen sie der Nato, sind sie nicht wie ein Appell an die Nato: Rettet uns? Ist das Leid der Menschen nicht Verpflichtung – und Chance – zum militärischen Eingriff? Menschenrechte für die Kosovo-Albaner – Rechtfertigung oder Vorwand? Verteidigungsminister Rudolf Scharping erklärte 1999, weshalb er deutsche Soldaten in den Kosovo-Krieg geschickt hat.  

Rudolf Scharping (27. 03. 1999):„Wir wären ja auch niemals zu militärischen Maßnahmen geschritten, wenn es nicht diese humanitäre Katastrophe im Kosovo gäbe mit 250.000 Flüchtlingen innerhalb des Kosovo, weit über 400.000 Flüchtlingen insgesamt, und einer zur Zeit nicht zählbaren Zahl von Toten.“

Nicht zählbare Tote schon vor Beginn der Nato-Bombardierung? Die OSZE, Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, müsste davon doch gewusst haben. Denn ihre Beobachter hatten penibel die Vorkommnisse im Kosovo gemeldet. Ihr Fazit für den März 1999: 39 Tote im gesamten Kosovo – bevor die Nato-Bomber kamen. Drohte also eine „humanitäre Katastrophe“?

Der damals leitende deutsche General bei der OSZE und eine amerikanische Diplomatin, die damals im Kosovo war, erinnern sich.

Heinz Loquai, General a. D. – OSZE: „Die Legitimationsgrundlage für die deutsche Beteiligung war die so genannte humanitäre Katastrophe, eine solche humanitäre Katastrophe als völkerrechtliche Kategorie, die einen Kriegseintritt rechtfertigte, lag vor Kriegsbeginn im Kosovo nicht vor.“

 

Britische Proteste gegen die Bombardierungen in Jugoslawien.

Norma Brown, US-Diplomatin im Kosovo: „Bis zum Beginn der Nato-Luftangriffe gab es keine humanitäre Krise. Sicher, es gab humanitäre Probleme, und es gab viele Vertriebene durch den Bürgerkrieg. Aber das spielte sich so ab: Die Leute verließen ihre Dörfer, wenn die Serben eine Aktion gegen die UCK durchführten – und kamen danach wieder zurück. Tatsache ist: Jeder wusste, dass es erst zu einer humanitären Krise kommen würde, wenn die Nato bombardiert. Das wurde diskutiert: In der Nato, der OSZE, bei uns vor Ort und in der Bevölkerung.“  

Ein eindeutiges Urteil! Gewalt im Kosovo – in keinem einzigen Bericht der OSZE findet sich auch nur ein Indiz für eine drohende humanitäre Katastrophe. Was die internationalen Fachleute beobachteten, waren Situationen wie diese: Rebellen der so genannten Kosovo-Befreiungsarmee UCK kämpften gegen reguläre jugoslawische Truppen. Ein Bürgerkrieg – so die OSZE. Vor diesen Kämpfen flohen die Dorfbewohner. Später kehrten sie dann meist in ihre völlig zerstörten Häuser zurück. Die Nato in Brüssel kannte die Berichte der OSZE. Sie deckten sich mit ihren eigenen Beobachtungen, bleiben aber intern. Diese Erkenntnisse wurden damals nicht auf einer der vielen Nato-Pressekonferenzen veröffentlicht.

Mehr noch: Auf der letzten Tagung des Nato-Rates vor Kriegsbeginn, am 14. März 1999, wurde berichtet: Die Gewalt gehe eher von terroristischen Aktionen der UCK aus, die Serben übten dann allerdings mit unverhältnismäßiger Härte Vergeltung. Dennoch drohte die Lage im Kosovo zu der Zeit nicht außer Kontrolle zu geraten. Denn die Nato-Führung bereitete sich längst auf einen Angriff gegen Jugoslawien vor. Zur gleichen Zeit im deutschen Verteidigungsministerium: Auch dort war keine Rede von einer drohenden humanitären Katastrophe: In den Unterlagen des Bundesministers für Verteidigung zur Lage im Kosovo stand nämlich etwas ganz anderes als Rudolf Scharping in der Öffentlichkeit verkündet hatte. Zitat aus den geheimen Lageberichten des Verteidigungsministeriums: „In den vergangenen Tagen kam es zu keinen größeren bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen serbisch-jugoslawischen Kräften und der UCK … Die serbischen Sicherheitskräfte beschränken ihre Aktionen in jüngster Zeit auf Routineeinsätze wie Kontrollen, Streifentätigkeit, Suche nach Waffenlagern und Überwachung wichtiger Verbindungsstraßen.“

Der Kampf um die öffentliche Meinung

„Dennoch: Hinter dieser Tür, dem mehrfach gesicherten Eingang zur militärischen Organisationszentrale, liefen die Vorbereitungen für den Angriff weiter. Als dann jedoch die ersten Bomben fielen, sank in den Nato-Ländern die Unterstützung für den Krieg. Die Stimmung in der Bevölkerung drohte sogar zu kippen.“

 

Jamie Shea, Nato-Sprecher: „Die politischen Führer spielten nun die entscheidende Rolle für die öffentliche Meinung. Sie sind die demokratisch gewählten Vertreter. Sie wussten, welche Nachricht jeweils für die öffentliche Meinung in ihrem Land wichtig war. Rudolf Scharping machte wirklich einen guten Job. Es ist ja auch nicht leicht, speziell in Deutschland, das 50 Jahre lang Verteidigung nur als Schutz des eigenen Landes gekannt hatte, statt seine Soldaten weit weg zu schicken. Psychologisch ist diese neue Definition von Sicherheitspolitik nicht einfach. Nicht nur Minister Scharping, auch Kanzler Schröder und Minister Fischer waren ein großartiges Beispiel für politische Führer, die nicht der öffentlichen Meinung hinterherrennen, sondern diese zu formen verstehen. Es stimmt mich optimistisch, dass die Deutschen das verstanden haben. Und jenseits der sehr unerfreulichen Begleiterscheinungen, der Kollateralschäden, der langen Dauer der Luftangriffe, hielten sie Kurs. Wenn wir die öffentliche Meinung in Deutschland verloren hätten, dann hätten wir sie im ganzen Bündnis verloren.“

„Der Kampf um die öffentliche Meinung war härter geworden. Und die Gangart auch. Schlichte Meinungsmache, Kriegspropaganda für den Hausgebrauch – das reichte jetzt nicht mehr.“

Rudolf Scharping (28. 03 1999): „Viel wichtiger ist die Frage, was geschieht jetzt im Kosovo: Wenn ich höre, dass im Norden von Pristina ein Konzentrationslager eingerichtet wird, wenn ich höre, dass man die Eltern und die Lehrer von Kindern zusammentreibt und die Lehrer vor den Augen der Kinder erschießt, wenn ich höre, dass man in Pristina die serbische Bevölkerung auffordert, ein großes ‚S‘ auf die Türen zu malen, damit sie bei den Säuberungen nicht betroffen sind, dann ist da etwas im Gange, wo kein zivilisierter Europäer mehr die Augen zumachen darf, außer er wollte in die Fratze der eigenen Geschichte schauen.“

Die Lüge vom serbischen KZ

Bild‘, 1.4.99, ‚Sie treiben sie ins KZ‘. Aus der Bildlegende: „KZ. Konzentrationslager. Ein Alptraum ist wiederauferstanden. Aus dem Kosovo verstärkten sich gestern Berichte, dass die Serben Tausende von Albanern in riesige Lager zusammentreiben  …“  

Pristina, die Hauptstadt des Kosovo, war Schauplatz einer perfiden Propagandageschichte: Im Mittelpunkt stand das Fußballstadion. Rund um das Stadion sind die Zerstörungen bis heute zu sehen, und oben auf den Tribünen verwittert der Beton. Doch der Rasenplatz unten wird gehegt und gepflegt, und die Jugendmannschaft trainiert hier wie eh und je. Doch damals, vor zwei Jahren, sollen die Serben hier ein KZ für Kosovo-Albaner betrieben haben – ganz nach Nazi-Manier. Mit dieser Behauptung ging Rudolf Scharping im April 1999 an die Öffentlichkeit.  

Express‘, 12.4.1999, Titelseite, Bild in einem Artikel mit der Überschrift ‚Kosovo-Krieg: Die Akte des Grauens – 250.000 Männer verschwunden‘. Bilderläuterung: „Geheimdienste und Augenzeugen berichten von Konzentrationslagern und Massenerschießungen. So wie auf dem Foto…, das ein Flüchtling heimlich auf seiner Flucht aufnahm.“ Das „S“ zum Schutz der Serben hat in Pristina auf keiner einzigen Tür geprangt. Auch nicht in den Katakomben unter den Stadiontribünen, wo Serben das KZ betrieben haben sollen. Hierher hat sich höchstens mal ein Weitschuss der Fußballjugend verirrt. Vielleicht rauchten die Jungs nach dem Spiel hier unten ihre erste Zigarette, tranken heimlich Cola und Schnaps. Aber Rudolf Scharping berichtet sogar noch in seinem späteren Kriegstagebuch über den Nato-Einsatz im Kosovo von mehreren tausend Leuten, die hier interniert gewesen seien. Und der deutsche Außenminister Joschka Fischer bemühte sogar mehrfach den Vergleich zwischen Serben und Nazis und rief zum Krieg mit den Worten: „Nie wieder Au­schwitz!“ Bis heute bleiben Joschka Fischer und Rudolf Scharping bei ihrer Darstellung.

Heinz Loquai, General a. D. – OSZE: „Hier muss ich mich wirklich beherrschen, weil der Vergleich mit Auschwitz und der Situation im Kosovo eine ungeheuerliche Behauptung ist. Man muss sich als Deutscher schämen, dass deutsche Minister so etwas getan haben, denn ein normaler Mensch, ein normaler Deutscher, wird vor Gericht zitiert, wenn er in derartigem Ausmaße Auschwitz verharmlost. Und dass ein deutscher Minister von KZs im Kosovo sprach, ist auf der gleichen Linie, denn KZs sind Einrichtungen einer bestimmten historischen Situation, nämlich der national sozialistischen Zeit in Deutschland. Und ich finde es im Grunde genommen ungeheuerlich, dass gerade Deutsche diese Vergleiche gewählt haben.“

 

 

akonrad

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