Der Mythos Überbevölkerung

von Oliver Janich

Die Weltbevölkerung wächst stetig. Seit 1970 hat sich die Anzahl der Menschen auf der Erde von 3,7 Milliarden auf 7,4 Milliarden verdoppelt (Stand Ende 2015). Die Medien sprechen seit Jahrzehnten von einer regelrechten Bevölkerungsexplosion und warnen vor einer »Überbevölkerung». So heisst es in einem Artikel der Welt vom 11.07.2012:

«7,1 Milliarden Menschen leben auf der Erde. Bis 2050 könnten es elf Milliarden werden. Im Kampf gegen die Bevölkerungsexplosion sollen nun Millionen Frauen Verhütungsmittel bekommen.»

Die Reizwörter «Explosion» und «Kampf» suggerieren eine Gefahr, die bekämpft werden müsse. Doch stimmt das wirklich? Wird der Planet bald zu klein für die Menschheit?

Dass die Weltbevölkerung wächst, ist unstrittig. Doch dass daraus ein globales Überbevölkerungsproblem resultiert, ist anhand einfacher Rechnungen zu hinterfragen. In München beispielsweise leben 1,35 Millionen Menschen auf 310 Quadratkilometern. Das sind 4300 Menschen pro Quadratkilometer. Bei dieser Dichte hätten auf den 670.000 Quadratkilometern in Texas knapp drei Milliarden Menschen Platz.

Für sieben Milliarden Menschen würden wir 1,6 Millionen Quadratkilometer benötigen. Australien hat 7,6 Millionen Quadratkilometer. Die ganze Menschheit passt also fünfmal in einen einzigen Kontinent. Natürlich heisst das nicht, dass alle Menschen so leben sollen wie in München, obwohl man sich schlimmeres vorstellen kann. Es geht nur darum, die Dimensionen klarzumachen.

Allerdings müssten diese Menschen auch noch ernährt werden. Nach heutigem Stand der Technik reicht ein Quadratkilometer Ackerland für 3000 Menschen. Wir bräuchten also 70 Prozent mehr Land, d.h. 2,7 Millionen Quadratkilometer. Dann reicht alleine Australien für zwei Menschheiten. Oder anders ausgedrückt: Befände sich die gesamte Menschheit auf dem australischen Kontinent, hätte jeder Mensch mehr als 1000 Quadratmeter für sich zur freien Verfügung – und der restliche Planet wäre menschenleer! (Die Rechnung lautet: Fläche Australiens in Quadratmetern durch Menschheit = 7.692.000.000.000 m2 : 7.400.000.000 Menschen ergibt 1041 m2 pro Mensch)

Sie können das auch erkennen, wenn Sie im Flieger sitzen und bei Start und Landung aus dem Fenster schauen. Selbst in den relativ dicht besiedelten Ländern Schweiz, Österreich oder Deutschland erkennen Sie deutlich wieviel Fläche eigentlich vorhanden ist und wie wenige Menschen sich dort tummeln.

Was steckt dahinter?

Wenn es aber kein globales Überbevölkerungsproblem gibt, weshalb wird uns dies als allgemein gültige und unumstössliche Wahrheit bereits in der Primarschule indoktriniert? Um der Antwort näher zu kommen, muss man sich vor Augen führen, welche Organisationen diese Mär verbreiten. Zu den Organisationen, die seit Jahrzehnten vor der angeblichen Überbevölkerung und der daraus resultierenden Ressourcenknappheit warnen, gehört der 1968 von David Rockefeller gegründete Club of Rome (COR). Im berühmten vom COR herausgegebenen Report «Grenzen des Wachstums» von 1972 wurde vorhergesagt, dass die meisten Rohstoffe noch im zwanzigsten Jahrhundert knapp würden. Nichts davon ist eingetreten. Im Gegenteil, obwohl sich Bevölkerung seither verdoppelt hat, befindet sich die Produktion sämtlicher Rohstoffe auf Rekordniveau.

Trotzdem scheut sich der COR nicht, die Menschen immer wieder mit neuen Schreckensszenarien zu verunsichern. Im September dieses Jahres brachte der Club of Rome einmal mehr einen Report mit Politikempfehlungen heraus. Darin wird unter anderem gefordert, dass Frauen, die maximal ein Kind grossgezogen haben, zu ihrem fünfzigsten Geburtstag einen Bonus von 80.000 Dollar ausgezahlt bekommen sollten. Was der Club Of Rome natürlich nicht sagt ist, dass dies von Familien mit vielen Kindern finanziert werden muss. Auch Steuern auf CO2, Emissionen aller Art und Rohstoffverbrauch müssten her. Generell sollten die Steuern für «Reiche» und Unternehmen erhöht werden und der Aussenhandel eingeschränkt werden. Die letzten beiden Forderungen zeigen besonders deutlich, was deren Umsetzung zur Folge hätten: Die Einschränkung der freien Marktwirtschaft und die Etablierung globaler Institutionen.

Da es sich beim Problem der weltweiten Überbevölkerung, wie auch beim angeblich menschengemachten Klimawandel um globale Probleme handele, müssten eben auch globale Lösungen dafür sorgen, diese zu lösen. So werden zu diesen und weiteren besorgniserregenden Problemen der Menschheit internationale Konferenzen einberufen. An diesen werden Beschlüsse gefasst und Verträge geschlossen, in denen sich die einzelnen Staaten unterordnen und Teile ihrer Souveränität abgeben müssen – zum Wohle der Menschheit natürlich. Die Stimmen der Bevölkerungen der einzelnen Länder werden ausgehebelt und übergeordnete Machtzentren und Entscheidungsinstanzen anerkannt. Würden die Dogmen vom menschgemachten Klimawandel und dem Problem der globalen Überbevölkerung empirisch widerlegt werden, müsste man sich fragen, welche Absichten dahinterstecken, die einzelnen Länder und deren Bevölkerung in solche supranationalen, zentralistische und höchst undemokratische Strukturen zu führen!

Marktwirtschaft gegen Überbevölkerung

Die Theorie von den knapper werdenden Ressourcen geht auf den britischen Ökonom Robert Malthus zurück, der im Jahre 1834 verstorben ist. Er hat die industrielle Revolution gar nicht mehr miterlebt. Bis dahin steckte die Menschheit tatsächlich in der «Malthusischen Falle». Wenn die Bevölkerung einer Region zu stark wuchs, konnte sie nur abwandern, ihre Konkurrenten durch Krieg ausschalten oder die Schwächsten verhungerten einfach. Seit der industriellen Revolution ist es aber durch neue Technologien möglich, immer mehr aus den vorhandenen Ressourcen herauszuholen. Ironischerweise sanken die Geburtenraten in fortschrittlichen Ländern, während sie in Entwicklungsländern hoch blieben.

 

Was also den Entwicklungsländern auf doppelte Weise helfen würde, wäre eine freie Marktwirtschaft mit gesicherten Eigentumsrechten, die es in diesen Ländern nirgends gibt. Auch das wird in den Massenmedien fast komplett verschwiegen. So deutet vieles darauf hin, dass beispielsweise der Hunger in Äthiopien und in anderen Ländern Afrikas auf die Kollektivierung der Landwirtschaft zurückzuführen ist und nicht einfach auf die immerzu suggerierte «Ausbeutung» dieser Länder durch den Westen.

Eine entwickelte Marktwirtschaft führt dazu, dass die vorhandenen Ressourcen besser genutzt werden. Zudem müssen Eltern nicht mehr viele Kinder produzieren, um ihr eigenes Überleben zu sichern. In Entwicklungsländern werden – ohne staatliche Unterstützung – unter anderem deshalb so viele Kinder geboren, weil die Eltern darauf hoffen, dass genügend Kinder überleben, um sie im Alter zu versorgen und um sie frühstmöglich zum Arbeiten einzusetzen.

Auch hier ist das offiziell verbreitete Geschichtsbild deutlich zu hinterfragen. Die Industrialisierung hat die Kinderarbeit beendet und nicht eingeführt. Früher mussten Kinder unter schwersten Bedingungen in der Landwirtschaft mitarbeiten. Dann gingen sie in die Fabriken, wo die Arbeit bereits leichter war. Schliesslich verdienten die Arbeiter so viel, dass sie nicht mehr auf das Geld der Kinder angewiesen waren. Das ist das exakte Gegenteil von dem, was in unseren Schulbüchern steht.

Daraus ableitend wäre die Lösung für die rasch wachsende Bevölkerung in den Entwicklungsländern, Marktwirtschaft dort und nicht Planwirtschaft hier! Wozu die Planwirtschaft führt, kann man am Rentensystem der meisten europäischen Länder erkennen. Der Bevölkerung wird erzählt, die Einwanderung von Migranten sei nötig, um die Renten zu zahlen. Aber wenn jedem das Geld belassen würde, um selber vorzusorgen, wäre es völlig egal, wie viele Einzahler nachkommen. Jemand, der beispielsweise den deutschen Mindestlohn von 8,50 Euro erhält, hätte bei einer Verzinsung von fünf Prozent im Alter 500.000 Euro, woraus er eine Existenz sichernde Rente beziehen könnte.

Die Pläne der Globalisten

Warum also wird die Marktwirtschaft bekämpft, obwohl sie der beste Mechanismus für die Verteilung von Ressourcen ist? Es scheint, weil es den Gründern dieser Organisation nicht um die Lösung von Problemen geht, sondern um ganz etwas anderes, wie David Rockefeller ganz offen in seiner Autobiografie bekannte. Dort schreibt er:

«Einige glauben sogar, wir seien Teil einer geheimen Verschwörung, die gegen die Interessen der USA opponiere, charakterisieren mich und meine Familie als »Internationalisten« und werfen uns vor, wir konspirierten mit anderen auf der ganzen Welt, um eine neue ganzheitlichere globale politische und wirtschaftliche Struktur aufzubauen – eine neue Welt, wenn Sie so wollen. Wenn das die Anklage ist, dann bin ich schuldig, und ich bin stolz darauf.»

Das ist die wenig verbrämte Forderung nach einer Weltregierung. Viele Menschen denken, dass Leute wie Rockefeller doch für freie Marktwirtschaft stehen müssten, weil sie ihren eigenen Reichtum darauf begründen. Das Gegenteil scheint eher zuzutreffen, denn ab einem gewissen Reichtum geht es nur noch um die Erweiterung von Macht und Kontrolle. Eine wirklich freie Marktwirtschaft bedeutet aber dezentralisierte, freie Entscheidungen von freien Menschen.

Dass dies Menschen wie David Rockefeller ein Greuel ist, kann man wiederum aus seinen eigenen Aussagen erkennen. Das Time-Magazin zitiert ihn am 10. August 1973 mit den Worten:

«Was auch immer der Preis der Chinesischen Revolution gewesen sein mag, so war sie doch offensichtlich erfolgreich, nicht nur bei der Schaffung einer effizienteren und motivierteren Administration, sondern auch darin, eine höhere Moral und einen besseren Gemeinschaftsgeist zu schaffen. Das Sozialexperiment in China unter der Führung des Vorsitzenden Mao ist eines der wichtigsten und erfolgreichsten in der Menschheitsgeschichte.»

Seine Ziele haben sich nicht geändert. Das kann man schon daran ablesen, dass sein «Club of Rome» heute noch dieselbe unwissenschaftliche Propaganda verbreitet wie 1973, als der Report «Grenzen des Wachstums» gerade mal ein Jahr alt war.

 

Multi-Milliardär fordert Reduzierung der Weltbevölkerung auf 2 Milliarden!

turner

Als der Milliardär Ted Turner von einem Journalisten nach der von ihm erwünschten Weltbevölkerung gefragt wurde, antwortete er: «Zwei Milliarden wäre in Ordnung!» und forderte eine «Ein-Kind-Familie». Der Medienmogul ist der Gründer von CNN und Mitbesitzer von Time Warner. Er ist Grossspender der Vereinten Nationen und macht sich seit Jahrzehnten für globale Bevölkerungskontrolle stark. Dass Turner eine «Ein-Kind-Familie» fordert, ist der Gipfel der Heuchelei, da er selbst mehrere Anwesen besitzt und fünf Kinder hat. Falls die Bevölkerung nicht massiv reduzierte werde, prophezeite Ted Turner in der Show «Charlie Rose» folgendes Horrorszenario für den Westen: «In 30 bis 40 Jahren wird es 8 °C heisser sein. Die Ernte wird nicht mehr wachsen, die meisten Menschen werden sterben, der Rest von uns wird zu Kannibalen werden. Die Zivilisation wird zusammengebrochen sein. Die restlichen Menschen werden in einem gescheiterten Staat wie Somalia oder Sudan leben.»

https://www.youtube.com/watch?v=jjIMoaUBHB0

 

Kissingers Entvölkerungsplan

kissinger

Im April 1974 versandte Henry Kissinger, ein enger Freund und ehemaliger Mitarbeiter David Rockefellers, ein streng geheimes Memorandum an ausgesuchte Kabinettsmitglieder, darunter an den Verteidigungs-, Landwirtschafts- und Vizeaussenminister sowie an den CIA-Direktor. Das Projekt bekam die Abkürzung NSSM 200 (National Security Study Memorandum 200). Präsident Henry Ford erklärte es später zur offiziellen US-Regierungspolitik. Der Titel des geheimen Strategiedokuments lautete «Auswirkung des weltweiten Bevölkerungswachstums auf die US-Sicherheit und ihre Übersee-Interessen.»

Der Bericht Kissingers kam zu dem Schluss, dass ein hohes Bevölkerungswachstum erstens zu einer weltweiten Verknappung der Nahrungsmittel führen würde, zweitens sei der Anstieg der Bevölkerung in Entwicklungsländern eine Bedrohung der Sicherheitsinteressen der USA. Deshalb müsse die USA in der weltweiten Bevölkerungskontrolle die Führung übernehmen. Er schlug dreizehn Länder vor, «in denen die Unausgewogenheit zwischen der wachsenden Zahl der Menschen und dem Entwicklungspotenzial das grösste Risiko für Instabilität, Unruhe und internationale Spannungen» barg. Diese Länder waren «Indien, Bangladesch, Nigeria, Pakistan, Mexiko, Indonesien, Brasilien, die Philippinen, Thailand, Ägypten, die Türkei, Äthiopien und Kolumbien.» Die Kredite von IWF und Weltbank sowie die staatliche Entwicklungshilfe USAID an diese Länder wurden davon abhängig gemacht, ob ihre Regierung bereit war, Kissingers Pläne zur Bevölkerungsreduktion zu übernehmen.
Das Ziel, das Kissinger vorgab, war die Weltbevölkerung bis zum Jahr 2000 um 500 Millionen Menschen zu reduzieren. Kissingers Memorandum wurde 1989 auf Druck der Katholischen Kirche deklassifiziert. Den Mangel an Nahrungsmitteln in der Dritten Welt schob Kissinger nicht etwa auf die fehlenden Märkte, sondern auf die Überbevölkerung. Marktwirtschaft stellt das beste Mittel gegen Überbevölkerung dar, doch Kissinger bot sie nicht als Lösung der von ihm genannten Probleme an. Das zeigt, dass hinter den Entvölkerungsplänen des damaligen Aussenministers andere Absichten steckten.

Andrew Connors

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.