Des Teufels Psychologie

Wie im Zuge des Neoliberalismus durch geschickte Manipulation die Mittelschicht zerstört wurde!

Des Teufels Psychologie: Die aktuelle Me Too-Debatte richtet sich gegen die Macht, gegen das männliche Geschlecht. Me Too polarisiert und suggeriert zugleich, dass die Macht zwangsläufig immer vom Mann ausgeht. Das stimmt so natürlich nicht. 

Macht ist geschlechterunabhängig. Macht hat auch nicht zwangsläufig etwas mit Sexualität zutun. Macht ist unsichtbar und doch greifbar und nah, dass sie imstande ist, in jedem von uns Angst und Panik auszulösen. Das ist schließlich auch das Ziel von Macht. Mithilfe von Macht werden Länder, werden Menschen regiert.

Doch ist Macht tatsächlich so mächtig, dass sie unbesiegbar ist. Um das zu verstehen, muss man erst einmal wissen, was Macht überhaupt ist – und wo und vor allem wie sie entsteht.

Macht ist das unsichtbare Gesicht der Eliten aus Wirtschaft und Politik. Macht ist Kontrolle und Unterdrückung – doch jeder von uns ist imstande, sich von der Macht der Mächtigen zu befreien.

Von Frank Schwede

Das nur schnell vorweg: Niemand ist wirklich so mächtig, dass er einem anderen tatsächlich überlegen ist. Und niemand ist wirklich so schwach, dass er der Macht des anderen nicht trotzen kann. Macht ist in erster Linie Unterdrückung.

Aufgebaut wird Macht mit subtiler Psychologie und Schwarzer Pädagogik, wie sie auch schon im Dritten Reich erfolgreich praktiziert wurde. Wer also zu den Mächtigen, zu den sogenannten Herrschern gehören will, muss sich zunächst einmal mit dem kleinen Einmaleins der Psychologie beschäftigen.

Die Grundregel die man beherrschen sollte, um Macht über andere zu erlangen, ist, sich die vermeintlichen Schwächen des anderen zunutze zu machen. Das heißt, man muss seinen Gegner genauestens studieren, man muss also wissen, wo er angreifbar und erpressbar ist – dieses Verhalten kennen wir alle nur zugut aus Wirtschaft und Politik.

Das heißt, man sollte immer wissen, was kann der anderen nicht so gut, womit kann ich ihn verletzen und womit kann ich sein Selbstbewusstsein zerstören. Das Selbstbewusstsein des anderen entscheidet nämlich letztendlich darüber, ob jemand erfolgreich ist, Macht zu erlangen.

Es ist nämlich schwer, über einen Menschen mit einem ausgeprägten und gesunden Selbstbewusstsein Macht zu erlangen – denn wichtig ist aber auch zu wissen: Selbstbewusstsein hat man, oder man hat es nicht – und die Weichen zu einem gesunden Selbstbewusstsein werden schon im frühen Kindesalter gelegt.

Kinder mit einem gesunden Selbstbewusstsein lassen sich nicht so schnell das Zepter aus der Hand nehmen. Doch ein gesundes Selbstbewusstsein wächst nicht auf Bäumen, sodass man es pflücken und verzehren kann. Selbstbewusstsein gilt es zu lernen und trainieren. Das geschieht in der Regel im Elternhaus und in der Schule. Doch leider gelingt es gegenwärtig nicht mehr allen Kindern, ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln.

Vor allem Kinder aus sozial schwachen Familien scheitern oft schon früh daran. Einerseits fehlt es meistens schon den Eltern an nötigem Selbstbewusstsein, andererseits erkennen auch Lehrkräfte, welches Kind an mangelndem Selbstbewusstsein leidet und welches aus einer sozial schwachen Familie kommt. Diese Kinder werden meistens sehr früh in der Schule zu Opfern erklärt. Opfer der Lehrkräfte, Opfer der Mitschüler.

Es ist also nicht übertrieben zu behaupten, dass in der Schule die Weichen des Lebenswegs gestellt werden. Eine spätere Korrektur ist meistens nur noch schwer möglich und oft mit einer aufwendigen Therapie verbunden (David Icke: Das Ich-Phantom – Systemmenschen in der Matrix).

Kraft durch Lob und Anerkennung

Ein Kind, das bereits in der Schule von Lehrern und Mitschülern in die Opferrolle gedrängt wird, wird es auch im späteren Leben schwer haben. Schließlich wirken gerade während der kindlichen Entwicklungsphase Machtmechanismen wie Schwarze Pädagogik sehr effizient. Schwarze Pädagogik zielt in diesem Fall darauf ab, dem Kind mithilfe negativer Suggestion Unfähigkeit anzutrainieren, etwas zu begreifen und zu lernen, indem man dem Kind ständig vorwirft, seine Ziele niemals im Leben zu erreichen.

Kinder werden so auf subtile Weise zu Versagern erklärt und erreichen am Ende tatsächlich nicht ihre gesteckten Ziele. Das Kind wird sich also ein Leben lang in einer Opferrolle wähnen.

In diesem Fall ist es die Macht von Lehrkräften und auch in vielen Fällen die Macht der notenbesseren Mitschüler, die sich am Ende nicht selten mit den Lehrkräften solidarisieren, weil auch sie sich im Schatten des Opfers mächtiger und stärker fühlen. Aber sind, um bei dem Beispiel zu bleiben, die anderen Schüler wirklich besser, nur weil sie vielleicht den Lernstoff auf Anhieb besser verstehen? Sind sie somit wirklich intelligenter als das vermeintliche Opfer? Wohl eher nicht.

Viel wichtiger ist hierbei zu erkennen, dass die Lehrkräfte den anderen Schüler mehr Motivation zuteil werden lassen, ihnen das Gefühl geben, zu den guten zu den intelligenten Schülern zu gehören. Lob und Anerkennung führen in den meisten Fällen oft zu ungeahnten Höchstleistungen. Das ist auch im Sport so. Wer Lob, Anerkennung und Erfolgserlebnisse erfährt, mobilisiert ungeahnte Kräfte und baut ein gesundes Selbstbewusstsein auf und ist somit in den meisten Fällen gegen die fremde Macht gewappnet, weil Menschen mit einem ausgeprägten Selbstbewusstsein wissen, dass sie gut sind und auf die negative Meinung anderer pfeifen können.

Die Wirkung äußerer Macht hat also immer etwas mit der eigenen inneren Überzeugung zutun – vor allem aber mit der Stärke des eigenen Selbstbewusstseins. Man lässt in diesem Fall nur soviel fremde Macht an sich heran, wie man vertragen kann. Macht und Selbstbewusstsein haben ihren Ursprung in unserer Psyche und dienen in erster Linie als Regulatoren. Mit dem Selbstbewusstsein regulieren wir unsere eigene Psyche und mit der Ausübung von Macht die Psyche unliebsamer Gegner. Macht ist also immer Manipulation.

Vielleicht verstehen Sie jetzt, liebe Leser, warum die Psychologie in unserem gegenwärtigen neoliberalen System so eine entscheidende Rolle spielt. Auch hier geht es um Macht, Manipulation und Unterdrücken. Macht ist die unsichtbare Waffe autoritärer Regime.

In einem autoritären Regime ist es gängige Praxis, dass Selbstbewusstsein der breiten Bevölkerungsschicht so gering wie möglich zu halten, da Menschen, die über ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein verfügen, die Mechanismen der Macht rasch erkennen und die Rollenspiele der Herrscher hinterfragen.

Die gängigsten Rollenspiele autoritärer Regime und Machthaber sind in der Regel Unterdrückung und Mobbing durch subtile Suggestion, die das betreffende Opfer in die Hilflosigkeit treiben soll, indem ihm Wertlosigkeit und Dummheit bescheinigt wird. Mithilfe dieser Mechanismen will man schließlich den freien Willens seines Opfers brechen.

Menschen, die sich in einer solchen Situation befinden, geraten mehr und mehr in eine ausweglose Lage, sie lassen sich führen wie Marionetten und degradieren zu willenlosen Dienern und Sklaven. Hierbei handelt es sich um ein System, dass bereits im frühen Mittelalter während der Hochzeit der Sklaverei existierte und im Rahmen unserer gegenwärtigen neoliberalen Weltordnung wieder mehr und mehr an Bedeutung gewonnen hat.

Menschen, die Opfer eines solchen Systems geworden sind, verlieren im Laufe ihres Lebens zunehmend ihre psychische wie auch physische Stärke. Die Folgen sind Depressionen, Schlafstörungen, zunehmende Gereiztheit bis hin zu Gewaltausbrüchen. Im schlimmsten Fall kann sogar eine ganze Generation davon betroffen sein. Ist Ihnen, liebe Leser, auch schon einmal aufgefallen, dass in den zurückliegenden dreißig Jahren die Zahl psychisch auffälliger Menschen enorm zugenommen hat.

Menschen, die beim besten Willen ihren Alltag nicht mehr meistern können. Menschen, die über Antriebslosigkeit klagen, die sich nur noch mit letzter Kraft dazu aufraffen können, den Gang zur Arbeit anzutreten. Drehen wir nun das Rad der Zeit einmal siebzig Jahre, zurück. Hatten die Menschen da dieselben Probleme?

Psychische Erkrankungen sind in erster Linie das Ergebnis einer falschen Lebensweise, die in den meisten Fällen ein Resultat aus Unterdrückung und Mobbing ist. Um seelisch und vor allem auch psychisch gesund zu bleiben, müssen wir zunächst einmal erkennen, was uns wirklich glücklich macht und was wir zu einem gesunden Leben tatsächlich brauchen.

Und damit meine ich nicht, was wir an materiellen Dingen benötigen, sondern an das, was unserer Seele braucht – und das sind keine Luxusgüter. Viele von Ihnen werden mir jetzt zustimmen, wenn ich an dieser Stelle sage, dass eine Beschäftigung, die wir mit Begeisterung, mit echtem Herzblut ausüben und ein Mensch, den wir wirklich lieben, die Grundlagen einer gesunden Seele sind – beides zusammen entfaltet Harmonie und Glücksgefühle.

Sicherlich werden Sie jetzt an dieser Stelle sagen, dass alles zusammen ist nicht möglich, dass das nur Wunschdenken ist. Und ich stimme Ihnen da zum Teil auch zu. Aber nur zum Teil. In der Tat hat es diesen Zustand noch vor gut siebzig Jahren in weit verbreiteter Form gegeben. Seine Berufung nach der Schule zu finden und ihr zu folgen, die Liebe zu finden und auch ihr zu folgen – das waren einmal klassische Verhaltensweisen, denen Menschen aus einer ihnen angeborenen und natürlichen Intuition gefolgt sind – ähnlich, wie in der Tierwelt.

Ja, auch Tiere folgen ihrer natürlichen Intuition. Und nur Tiere, die ihrer natürlichen Intuition folgen, bleiben seelisch gesund. Dressierte Tiere hingegen, werden krank und aggressiv – wir alle kennen das aus dem Zirkus. Der Grund für das Verhalten dieser Tiere ist, dass sie aus ihrem natürlichen Kreislauf gerissen werden, indem ihnen ein Verhalten antrainiert wurde, welches ihrem Seelenbauplan widerstrebt.

Friedrich Nitzsche und die Lehren der Thelema

Und hier kommt nun die Psychologie ins Spiel. Und spätestens an dieser Stelle werden Sie, liebe Leser, verstehen, dass die Psychologie nicht nur seine guten, seine heilenden Seiten hat, sondern, dass die Psychologie unter bestimmten Umständen auch eine zerstörerische Kraft entfalten und das Leben von Mensch und Tier mit einem Schlag zerstören kann. Dann ist die Psychologie, wenn man so will, ein Werk des Teufels. Es gab in der Vergangenheit zahlreiche großartige Psychologen und Psychiater. Ich nenne an dieser Stelle nur Siegmund Freud und Friedrich Nitzsche.

Die Lehren dieser beiden Persönlichkeiten werden noch heute wie ein Staffelstab an renommierten Universitäten weitergereicht. Doch erst wenn man sich einmal intensiv mit ihren Lehren auseinandergesetzt hat, fällt auf, dass das Wohl der Patienten nicht immer zwangsläufig im Vordergrund stand – insbesondere bei Friedrich Nitzsche.

Wer sich einmal näher mit den Thesen und Theorien Nitzsches auseinandergesetzt hat, kommt um eine weitere Person zwangsläufig nicht herum, nämlich um Aleister Crowler. Crowler mag den meisten von uns ein Unbekannter sein, ein unbeschriebenes Blatt also. Dafür aber ist Crowler jemand, der es in sich hat, jemand, der für ein Großsteil unseres derzeitigen Übels auf der gesamten Welt mitverantwortlich ist und dessen krude Lehren offensichtlich noch heute in die durch Neoliberalismus geprägte Welt getragen wird.

Spätestens wenn Sie Aleister Crowley und seine Lehren verstanden haben, haben Sie auch die fatale Macht der Psychologie verstanden und wissen, dass die Psychologie imstande ist, eine ganze Gesellschaft, ja eine ganze Generationen zu verändern, zu brechen und sie zu seelischen Krüppel zu schlagen (Social Engineering: Die Spaltung der Gesellschaft wurde bereits nach Ende des 2. Weltkriegs geplant).

1904 verfasste Aleister Crowley das Buch “Liber Al vel Legis” (Buch des Gesetzes). Das Buch bildet im Wesentlichen die Grundlage der thelemischen Ethik. Thelemische Ethik, das heißt antidemokratisch und antichristlich. Vor allem aber zeugt diese Lehre in ihrem Kern von einer Verachtung des Durchschnittsmenschen. Und die Demokratie wird in der Thelema (Wille) sogar als Kult der Schwäche bewertet und ist aus diesem Grund in der Thelema angestrebten Herrschaftsform nicht vorgesehen.

Das Buch verdammt geradezu das Mitleid mit dem Schwächeren; außerdem hält es Kriege für bewundernswert. In der Präambel der Thelema heißt es unter anderem:

„Trete nieder die Jämmerlichen und Schwachen: dies ist das Gesetz der Starken und: dies ist unser Gesetz und die Freude der Welt“.

Und spätestens an dieser Stelle kommt Friedrich Nitzsche ins Spiel. Denn mit diesen Worten stellte sich Crowley auf eine Stufe und in die Tradition mit Friedrich Nietzsche und seiner ebenso großen Verachtung für das Mitgefühl gegenüber den Schwachen und Armen. Aleister Crowley ging in seiner Lehre sogar noch eine Stufe weiter und bezeichnete die humanitäre Gesinnung als Syphilis des Geistes, weshalb sie radikal auszuschalten sei, wobei Crowler in seinen Überlegungen ausdrücklich Friedrich Nietzsche zitierte.

Außerdem weist Crowley In seinem Buch im dritten Kapitel darauf hin, dass nichts gegen den sexuellen Missbrauch und die Opferung eines Kindes spricht.

Der Neoliberalismus beinhaltet viele Merkmale der Thelemalehre, denn auch hier gilt schließlich das Faustrecht des Stärkeren. Wer Schwäche zeigt, ist bereits draußen. Und auch die gegenwärtige Politik hat sich ganz offensichtlich der Thelemalehre zugewandt, denn auch sie sieht in der Armut Schwäche und im Reichtum Stärke. Die Thelema lehnt die Demokratie entschieden ab.

Auch in meinen zahlreichen Aufsätzen habe ich bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass unser gegenwärtiges neoliberales System nichts mehr mit Demokratie zutun hat. In einer Demokratie herrscht Chancengleichheit in Verbindung mit einem gesunden Wettbewerb, außerdem sieht die Demokratie die Achtung menschlicher Grundwerte vor.

Diese drei großen Säulen existieren im Neoliberalismus nicht. Viel schlimmer noch: eine neoliberale Politik verhindert einen gesunden Wettbewerb und die Chancengleichheit zugunsten des Hochfinanz und der Eliten, da der Neoliberalismus eine parasitäres System ist, das durch finanzielle Ausbeutung und Sklaverei ganze Gesellschaftsschichten in den Ruin treibt.

Die Macht der Mainstream-Medien

Die gegenwärtige Nullzinspolitik in Europa ist das blühende Beispiel hierfür. Durch diese Nullzinspolitik wurde das Kapital der gesamten Mittelschicht mit einem Atemzug vernichtet. Es wurde auf dem Scheiterhaufen einer neoliberalen Politik quasi über Nacht verbrannt. Das ist Finanzraub im großen Stil mit stiller Duldung der meisten Betroffenen. Doch wie ist das möglich, dass sich Menschen so einfach ihre Konten leerplündern lassen?

Das Geheimnis liegt auch hier in der Kraft der Psychologie mithilfe einer Massensuggestion durch die Mainstreammedien, die in diesem Fall die Wirkung eines Sektengurus haben, dem die Gemeinde ebenfalls jede Silbe glaubt, die er sagt, ob sie nun stimmt oder nicht, das ist am Ende egal.

So etwas nennt man Massenhypnose. Mittlerweile versteckt sie sich auf geradezu subtile Weise in jedem zweiten Fernsehfilm und in nahezu jeder erfolgreichen Serie. Hier wird der Bevölkerung etwa suggeriert, dass es heute völlig normal ist, sich in drei oder vier Jobs tot zu schuften und trotzdem kein Geld in der Tasche zu haben, dass es auch normal ist, dass es keine echte Liebe mehr zwischen Mann und Frau gibt und dass Wohlfühlen ein Zustand ist, der unbedingt auf der Couch eines Psychologen behandelt werden muss.

Sie sehen also, die Massenpsychologie funktioniert und eine ganze Gesellschaft lässt sich in eine hypnoseähnlichen Zustand versetzen, wo das Anormale als normal und das Normale als anormal gesehen wird.

Der Neoliberalismus hat sich mittlerweile zu einer Matrix des Schreckens entwickelt, die aber bereits zu Beginn des letzten Jahrhunderts erschaffen wurde und die in ihrer Perversität nur noch ständig verfeinert wird – indem versucht wird, durch ständiges Selektieren immer mehr Verlierer zu zeugen. Möglich wird ein derartiges System aber erst durch die hohe Kunst der Psychologie, die in diesem Fall ihren Sitz in großen Denkfabriken auf der ganzen Welt hat.

Hier sitzen die fähigsten Psychologen, die für ein hohes Salär auf immer perfidere Weise für die Menschheit eine Matrix erschaffen, an die sie am Ende sogar selbst glauben. Allein durch diese Denkfabriken ist es möglich, Menschen Wasser für teuren Wein zu verkaufen.

Nur wer dieses System durchschaut hat, wird feststellen können, dass nichts so ist, wie es der Welt immer gezeigt und auch glaubhaft gemacht wird. In der Tat sind sämtliche Systeme auf der Welt eine Illusion, eine Scheinwelt, die auf Tarnung und Täuschung aufbaut. Es gibt keine Starken und es gibt keine Schwachen. Jeder Mensch, jedes Lebewesen ist einzigartig und daran ändern auch perfide Systeme nichts.

Der vermeintlich Starke wird spätestens dann schwach, wenn er kein Geld mehr hat, dann schwindet auf ebenso wundersame Weise auch seine Macht unter dem Antlitz der Armut, schließlich sieht der Neoliberalismus keine Macht für Arme vor. Doch erinnern wir uns in diesem Fall: Macht und Stärke wird niemanden in die Wiege gelegt. Sie wird anerzogen und antrainiert – denn kurz nach der Geburt ist jeder Mensch nackt und somit gleich. Dass heißt: jeder Machthaber wird spätestens dann schwach, wenn er nackt ist.

Im System des Neoliberalismus verhilft allein das Geld zu Stärke und Macht. Das ist schließlich auch der Grund, weshalb man in den letzten Jahren eine aggressive Nullzinspolitik eingeführt hat, deren alleiniges Ziel es ist, die Mittelschicht zu schwächen, um eine künstliche Armut und Abhängigkeit vom System zu erzeugen.

Wer sich in diesem System als Verlierer sieht, sollte sich immer der Tatsache bewusst sein, dass niemand als Verlierer geboren wird. Menschen werden erst viel später zu Verlierern erklärt, durch parasitäre Systeme wie den Neoliberalismus, der der Menschheit durch Massenindoktrination, ähnlich wie das Lesen und Schreiben, gelehrt wird. Arme Kinder versagen in der Schule nicht deshalb, weil sie dumm sind, sondern weil sie im Zuge der Selektion von Lehrkörpern für dumm erklärt werden und durch eine gezielte psychische Manipulation in die Rolle des Versagers getrieben werden.

Man kann es nicht oft genug wiederholen: Ein Kind, das von Außen ermutigt und gelobt wird, lernt schneller und besser. Jeder Mensch braucht Erfolgserlebnisse, ohne die gibt es kein Vorwärtskommen im Leben. Aber Erfolgserlebnisse sind im System des Neoliberalismus nur den Privilegierten vorbehalten. Sie sehen also, dass Scheitern und Versagen wird heute schon in der Grundschule und mittlerweile wohl auch schon im Kindergarten anerzogen. Und das nur durch eine perfide Psychologie.

Ich möchte sogar so weit gehen und behaupten, dass ein Großteil der Lehrkräfte mittlerweile in der Rolle eines Vollstreckers im Namen der Wirtschaft auf den Plan tritt. Pädagogik hat somit im weitestgehenden Sinne nichts mehr mit Humanismus zutun, sondern konzentriert sich im Wesentlichen nur auf einen wirtschaftlichen Drill und auf politischem Gehorsam. Und Eltern, die sich per tu nicht dem Druck von Oben beugen wollen, denen wird schließlich mithilfe eines gut bezahlten Psychologen bescheinigt, dass ihr Kind psychisch gestört ist und an der erfundenen Krankheit ADHS leidet.

Das Ende dieser Kinder ist in der Regel eine lebenslange Medikamentenabhängigkeit zur großen Freude der Pharmaindustrie und nicht selten eine steile Drogenkarriere sowie ein Leben am Rande der Gesellschaft. Viele verhaltensauffällige Kinder gehören sogar zu den Hochbegabten. Doch hochbegabte Kinder darf es nur in Elitefamilien geben. Die sind in armen Hartz IV-Haushalten in unserem System nicht vorgesehen.

Das heißt im Klartext gesprochen: eine neoliberale wirtschaftliche und politische Macht entscheidet über den Lebenslauf eines jeden einzelnen Menschen. Von der Wiege bis zur Bare (Jan van Helsing im Interview mit Daniel Prinz: „Wir stehen vor den grössten Enthüllungen aller Zeiten und uns allen steht ein gigantischer Paradigmenwechsel bevor!”).

Kinder, deren Eltern keine Reputation besitzen, haben also schon verloren, bevor sie überhaupt das Licht der Welt erblickt haben. Elitekinder hingegen genießen den uneingeschränkten Schutz ihrer Supereltern. Keine Lehrkraft käme hier auf die Idee, dass das Kind an ADHS oder irgendeine Störung oder Auffälligkeit leiden könnte. Hier tippt man stattdessen sofort auf eine Hochbegabung.

Denn auch in diesem Fall wirkt wieder die psychologische Macht des Geldes. Erkennen Sie nun die Perversion unseres Systems. Nicht das Antlitz einer Person entscheidet darüber, ob jemand Macht und Fähigkeit besitzt, sondern Geld und Besitz und der damit verbundene gesellschaftliche Status, der sich ebenfalls im Besitztum widerspiegelt.

Armen Menschen wird heute bewusst ihre Würde genommen, um sie schwach dastehen zu lassen, um ihnen am Ende jeden Lebenswillen zu nehmen. Niemand aus der Eliteklasse hat auch nur das geringste Interesse daran, armen Menschen wieder auf die Beine zu helfen.

Im Gegenteil: Arme sind schließlich das Kanonenfutter der Eliten. Die größte Angst der Eliten ist, dass die Armen eines Tages erkennen, dass sie in Wirklichkeit nicht schwach sind, sondern den gleichen Wert innerhalb der Gesellschaft besitzen, wie die reiche Eliteklasse. In diesem Fall könnte man dann sagen: Geld und Besitz macht noch lange keinen Menschen.

Bleiben Sie aufmerksam!

Andrew Connors

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